Ansaaten

Wildpflanzen vermehren sich vor allem durch Samen. Deshalb kann man zertifizierte (VWW-Regiosaaten), an die Region und den Standort angepasste Samenmischungen anwenden, um eine bestimmte Art der Begrünung hervorzurufen.

Von höheren zu niedrigeren Begrünungen sortiert sind das:

  1. Saum
  2. Wiese
  3. Blumenkräuterrasen
  4. Blumenschotterrasen
  5. Fugengrün

Man könnte sogar eine noch höhere Struktur wie eine Hecke durch eine Saatmischung anlegen.

Ansaaten bieten den Vorteil, dass die Pflanzen sofort an Ort und Stelle keimen und wachsen. Ihr Wurzelsystem erleidet durch eine Verpflanzung keine Schäden und ist deshalb besonders arttypisch und weitläufig ausgebildet. Das bietet in Trockenzeiten große Vorteile. Man kann durch das Säen kostengünstig viel mehr Arten auf eine Fläche bringen als durch das Pflanzen. Allerdings braucht eine Ansaat mehr Zeit für ihre Entwicklung. Gepflanzte Stauden blühen schneller als gesäte. Eine Kombination von Pflanzungen mit Ansaaten ist deshalb ideal.

Saum mit Bauhof Gemeinde Schmitten
Saum

Die hohe Staudengesellschaft entlang einer länglichen Struktur wie zum Beispiel einer Hecke nennt man Saum. Sie bildet oft den Übergang von einer höheren Hecke zu einer niedrigeren Wiese. Ein Saum bleibt den Winter über stehen und wird erst im Frühjahr nach Ausschlüpfen der dort überwinternden Insekten geschnitten.

Wiese
Wiese

Eine Wildblumenwiese pflegt man durch regelmäßige Mahd oder Beweidung. Sie wird nicht betreten und geht kurz geschnitten in den Winter.

Blumenkräuterrasen mit Frank Schmidt (3)
Blumenkräuterrasen

Möchte man einen bunt blühenden, für Feste aber 3-6 Mal im Jahr mäh- und begehbaren Rasen, dann ist der Blumenkräuterrasen genau das Richtige.

Blumenschotterrasen (2)
Blumenschotterrasen

Bunt blühen kann auch eine steinige Fläche zum Beispiel von Zufahrten und Plätzen.

Sie ist nur ein- bis zweimal im Jahr zu pflegen, immer begehbar und bei entsprechender Substratstärke auch befahrbar.

Fugenmischung (2)
Fugenmischung

Selbst für die kleinste Fuge gibt es noch winzige Wildpflanzen, die an diesen extremen Standort angepasst sind.